Wissen schafft Zukunft
Demonstration für die Ausfinanzierung der staatlichen Hamburger Hochschulen
Es reicht uns!
Seit Jahren weigert sich der Hamburger Senat, der Universität ausreichende Mittel für ihre Aufgaben in Forschung und Lehre bereitzustellen. Die Lage spitzt sich nun zu! Die Unileitung sieht sich genötigt, in allen Bereichen mit Kürzungen von mindestens 10% zu planen. Dies führt zu drastischen und irreversiblen Schäden.
- Mit verkürzten Öffnungszeiten der Bibliotheken, der Reduzierung der Sachmittel und der Streichung studentischer Jobs haben wir schon jetzt zu kämpfen.
- Wir Beschäftigten ächzen unter Überlast, der Krankenstand ist auf einem Höchststand; bereits jetzt ist in der Verwaltung ein Fünftel der Stellen unbesetzt und frei werdende Stellen bleiben vakant.
- Bei Promotionsstellen ist ein Drittel nicht besetzt und die prekären Beschäftigungsverhältnisse des gesamten akademischen Personals werden mit den Kürzungen noch verschärft.
- Die Zahl der Studienplätze droht erheblich gesenkt zu werden. Nicht bloß einzelne Lehrveranstaltungen, sondern ganze Studiengänge stehen vor dem Aus.
Als Beschäftigte und Studierende nehmen wir diese Angriffe auf unsere Arbeits- und Studienbedingungen und damit auf eine verantwortungsvolle Wissenschaft nicht hin.Wir fordern eine bedarfsdeckende Finanzierung. Das bedeutet:
- die sofortige Erhöhung des jährlichen staatlichen Grundetats der Uni Hamburg um 30 Mio. €
- die zukünftige dynamische Anpassung des Grundetats mindestens in Höhe der realen Kostenentwicklungen für Tarifsteigerungen und Sachkosten (Inflation)
Ausreichende Mittel für die grundlegende Daseinsvorsorge und Bildung nützen allen:
Eine bedarfsdeckende staatliche Grundfinanzierung ist die Basis des demokratischen Grundrechts der Wissenschaftsfreiheit. Diese soll gewährleisten, unabhängig von Interessen privater Geldgeber Wissenschaft im Dienst der Gesellschaft betreiben zu können; das heißt u.a. mit inklusiver Bildung für die Stärkung demokratischer Haltung und die Überwindung sozialer Ungleichheit zu arbeiten; für die Überwindung von Kriegen und für Frieden zu wirken; zur Bewältigung der Klimakrise beizutragen.Zudem generiert jeder in Wissenschaft investierte Euro nahezu doppelt so hohe Einnahmen.

Hier gibt es unseren Demoflyer zum Download.
Kämpfen lohnt sich!
Die Unterfinanzierung ist nicht alternativlos. Sie ist Folge einer falschen politischen Prioritätensetzung, bei der trotz wirtschaftlichen Wachstums und steigenden gesellschaftlichen Reichtums die Ausgaben für Bildung, Soziales, Kultur und Gesundheit – nun noch verschärft im Zuge der voranschreitenden Militarisierung – immer weiter verknappt werden.Eine Kehrtwende ist nötig und möglich, denn Hamburg ist eine wohlhabende Stadt!Wie schon im Jahr 2011, als über 10.000 Studierende und Beschäftigte vor das Rathaus zogen und die damals drohenden Kürzungen abwenden konnten, ist es nun erneut Zeit: erhöhen wir den Druck auf die politisch Verantwortlichen, verschaffen wir uns Gehör!
